Finanzvermittler

Zu Recht erwarten Finanzdienstleister heute von ihrem anwaltlichen Berater nicht nur die notwendigen Rechtskenntnisse, sondern vor allem auch profunde Kenntnisse der Vertriebspraxis ihrer Branche. Unsere Tätigkeit auf den Gebieten des Finanz- und Versicherungsvertriebs ermöglicht es uns, die gesammelten Kenntnisse und Erfahrungen unseren Mandanten nutzbar zu machen.

Dabei sieht sich der Finanzdienstleister durch eine Vielzahl von Gesetzen und richterlicher Rechtsfortbildung mit harten Berufszulassungs- und Berufsausübungsvorschriften konfrontiert. Vor allem die Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie zählt dazu, die das Vermittlerrecht - und hier insbesondere die Gewerbeordnung (§ 34 c, d GewO) und das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) - geändert hat.

Diese neuen Regelungen haben weit reichende Auswirkungen, insbesondere hinsichtlich der Informations- und Beratungspflichten und nicht zuletzt auf die Haftung der Finanzdienstleister. Daher sind diese neuen gesetzlichen Vorschriften für die betroffenen Gewerbetreibenden, aber genauso für die von ihnen beratenen Anleger bzw. Verbraucher, von erheblicher Bedeutung.

Die Finanzdienstleister kennen oft ihre Rechte gegenüber dem sie beauftragenden Unternehmen nicht richtig und haben in der Folge einen schweren Stand und finanzielle Einbußen. Insbesondere stimmen in der Praxis häufig Provisionsabrechnungen nicht, was mit entsprechenden Verlusten einhergehen kann.

Auch werden von ehemaligen Auftraggebern schnell Wettbewerbsverstöße geltend gemacht, die die Finanzvermittler häufig völlig unvermittelt treffen, weil sie sich nicht über ihre Rechte und Pflichten bewusst waren. Der am weitesten verbreitete Irrtum der Finanzdienstleister ist, dass die von ihnen geworbenen Kunden auch rechtlich ihnen "zustehen", wobei insbesondere die Finanzmakler oft nicht erkennen, dass sie diese Kundenrechte meistens an die kooperierenden Maklerpools abgetreten haben. Die Kunden "gehören" also auch bei einem Makler nur selten wirklich dem Makler!

Schließlich ist nicht jedem Handelsvertreter klar, wann ihm gegen seinen ehemaligen Auftraggeber Abfindungs- bzw. Ausgleichsansprüche nach § 89 b HGB zustehen. Auch hier verschenken viele Handelsvertreter viel Geld.